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Oase der Besinnlichkeit: Lesung von Gedichten und Geschichten

Oase der Besinnlichkeit: Lesung von Gedichten und Geschichten

Bea ist im Vordergrund zu erkennen, wie sie aus einem Buch liest. Patricia schaut gespannt zu ihr hinüber.

Eine wahre Oase der Besinnlichkeit haben Bea und Patricia uns am Mittwoch, 11. Dezember 2019 im Ellis Bistro & Café in Hanau beschert.

In gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee, Tee, Kaltgetränk oder Kuchen haben beide durch selbst geschriebene Gedichte und Geschichten oder auch zur Weihnachtszeit passende, bekannte Werke zur Entspannung in der Vorweihnachtszeit beigetragen.

Es ging um das Leben allgemein, Geld, die Liebe und Weihnachten. Beide haben eine abwechslungsreiche Mischung geboten und so die Interessierten in ihren Bann gezogen.

Einen Ausschnitt möchten wir hier gerne als Video teilen:

Hier gibt es den Text, den Patricia in hessischem Dialekt gelesen hat:

Titel: Unerfüllte Liebe

Ei, des war a Sach, als isJh a mal verliebt war. Isch war unsterblisch in maanen Klassenkamerad verliebt.

Jeden Daach, wenn isch ihn gesehe hab fing maa Herz aa zu kloppe un rutschte mer in de Hoos. Isch wußt gar net am Anfang, was des zu bedeute hat.

Awwer isch habe ja Filme im Fernseh gesehe, da hab isch mer gedacht, des muß die Liebe sein. Mei Finger während der Stund im Klassenzimmer waren schon ganz nass geschwitzt un harn aach gezittert.

Isch hab immer mein Blick gesenkt un dann verstohle zu ihm nüber geguckt.

Isch hatt ja aach so a Angst, dess des jemand merke könnt. Isch war de ganze Stund so uffgerescht, dass isch dem Unnerrischt gar net folge konnt.

Isch malte mer aus, wie er misch nach de Stund aaspresche tät un mer uns zusamme unterhalte, wie mer uns verstohle a Küssehe uff die Backe gebe tätte. Isch war hin und weg un in meinem Bauch war mer ganz flau. Mei Knie finge a zu zittern, wenn isch uffm Schulhof gelaafe bin un hab ihn gesehe, wie er mit saane Freunde zusamme stand.

Isch konnt des Gefühl aach gar net abstelle, immer zu mußt isch an den denke. Isch konnt an nix annerers mehr denke.

Zu Haus mußt isch mer irschendwie Luft verschaffe un hab es gewaacht des in an Tagebuch zu schreiwe, des erste Mal in mam Lewe. Awwer des war aach a gefährlisch Sach, wenn des jemand finne tät, hätten die sisch lustisch üwwer misch gemacht oder hätte es dem Ralf gesacht.

Isch wär wahrscheinlisch gestorwe, vor Blamasch. So hab isch des Schreibe widder uffgegebe un hab mei Phantasiereise mit em gemacht.
Isch waas gar net mer was isch an dem so doll fand, awwer er kam ausm gleisehe Ort wie isch.

Nie hawwe mer an anzisch Wort zusamme gewechselt.

Und als zweite Abschrift hier das Gedicht von Bea:

Titel: Weihnachten 98

Da steht er nun der Weihnachtsbaum

Geschmückt in voller Pracht

Aber leer ist dieser Raum

Es ist nicht recht durchdacht

 

Da liegt es nun das Christuskind

Ich fühl mich so allein

Ich lausche drauß‘ dem leisen Wind

Ich fühl mich nicht daheim

 

Sie setzt nicht ein die Weihnachtslust

Ich zünd‘ die Kerzen an

Ich fühle in mir ganz bewußt

Es fehlt was momentan

 

Da klingelt’s auch schon an der Tür

Ich laufe schnell hinaus

Meine Mama steht vor mir

Und ich, ich bin zuhaus

 

Sie füllt den Raum mit ihrem Flair

Sie küßt mir das Gesicht

Und plötzlich kommt das Christkind her

Und alles steht im Licht

 

Es war ein wundervoller, abwechslungsreicher Abend. Und zum Ende fing es sogar zu schneien an. Nicht, dass der Schnee liegen geblieben wäre, aber es war ein Zeichen.

Und natürlich noch einige visuelle Eindrücke vom Abend im Ellis:

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