post-title Checker-Team im Wildpark Alte Fasanerie

Checker-Team im Wildpark Alte Fasanerie

Checker-Team im Wildpark Alte Fasanerie

Das Checker-Team steht zu einem Gruppenfoto um einen runden Tisch im Wildpark Fasanerie

Im Mai 2022 war das Checker-Team von Menschen in Hanau zu Gast im Wildpark Alte Fasanerie. Es gab eine schöne Abendführung bei gleichzeitiger Prüfung des Parks auf Barrierefreiheit.

Worum es ging?

Der Wildpark Alte Fasanerie hat das Checker-Team von Menschen in Hanau eingeladen, um die Fasanerie  nach unlängst erfolgter Umgestaltung auf Barrierefreiheit hin zu überprüfen und sich Tipps für die weitere Umsetzung abzuholen. Geführt durch die Fasanerie wurden wir von Sabine Scholl und Martin Zeller, die uns gleich am Eingang freundlich in Empfang nahmen.

Besondere Aufmerksamkeit lag auf der Wald-Orgel und den neuen, barrierefreien Kinderspielgeräten, die die Fasanerie angeschafft hat.

Der Start einer guten Tour braucht seine Zeit….

Bevor die Tour aber so wirklich losgehen konnte, wurden erstmal die Eingangseinrichtungen von den Checkern getestet.

Der Eingangsbereich war von den Behindertenparkplätzen gut mit dem Rollstuhl barrierefrei zu erreichen. Ein kleiner Wermutstropfen war dann aber der hohe neuerrichtete Tresen des Kassenbereiches ohne Absenkung. Eine Absenkung im Tresen könnte eine problemlose Kommunikation mit Rolli-Fahrern ermöglichen. Das Personal sicherte uns aber zu, bei gegebenem Anlass für eine reibungslose Abwicklung zu sorgen. Aus der Sicht der beiden Sehbehinderten unserer Gruppe gab es aber hier keinen weiteren Anlass, etwas zu bemängeln.

Weiter ging es zum neuerrichteten Sanitärgebäude. Hier allerdings entdeckten wir doch gravierende Mängel der Bauausführung.
a) Einmal war die Treppenanlage sowohl vom Aufgang zum Gebäude und noch schwieriger beim Verlassen desselben für Sehbehinderte visuell und für Blinde taktil nicht zu erkennen. Es fehlten Stufenmarkierungen und im oberen Bereich der Treppenanlage eine taktile Aufmerksamkeitsgestaltung, um auf die Gefahr eines Absturzes hinzuweisen.

b) Zusätzlich würde ein doppelter Handlauf an dieser kleinen Treppenanlage für gehbehinderte Personen hilfreich sein.

c) Bei der Besichtigung des barrierefreien WC trauten wir kaum unseren Augen. Die vorgeschriebene Notrufanlage mit Seilzug, der 15 cm über dem Fußboden enden müsste für die akustische oder visuelle Anzeige eines Hilferufes, fehlte aus internen Gründen und war nur in unfachgerechter Form durch einen versteckten Schalter zu betätigen. Das Thema beschäftigte uns auch noch an der zweiten Toilettenanlage im weiteren Verlauf unseres Rundganges.

Im Übrigen hatten wir aber an der Ausstattung und der visuellen Gestaltung der gesamten Toilettenanlage nichts auszusetzen.

Die Begutachtung des Eingangsbereiches dauerte seine Zeit, weil die Beobachtungen gründlich besprochen wurden. Aber es war auch ein nettes Zusammenkommen und wir unterhielten uns gut.

Auf zu den Attraktionen des Fasanerie-Parks

Nachdem dann das erste Mückenspray aufgetragen wurde und man sich kurz gestärkt hatte, ging es los mit der eigentlichen Tour:

Eine Gruppe von Menschen läuft einen Weg am Waldrand entlang. Die Personen sind alle von hinten zu sehen. An der Spitze fährt eine Person im Rollstuhl.

Sabine führte uns zunächst vorbei an einigen Attraktionen und Informations-Ständen im Park. Es konnten zum Beispiel verschiedene Baumarten an ihrem Holz und Tierarten an ihren Fußabdrücken identifiziert werden. Bei allen Ständen prüften die Checker gleich, wie es für sie zugänglich und benutzbar ist:

Danach ging es zu den Spielgeräten und auch hier durfte jeder mal ran. Die Fasanerie hatte vor kurzem, mithilfe der Offenbacher Leberecht Stiftung, neues Spielgerät extra für Menschen mit Handicap anschaffen können.

So gibt es jetzt zum Beispiel

  • eine Wippe für Rollstuhlfahrer,
  • ein Bodentrampolin und
  • Spiel- und Sitztische, die mit dem Rollstuhl angefahren werden können.

Wir alle hatten beim Ausprobieren unseren Spaß, hätten aber genauere Beschreibungen an den einzelnen Stationen für hilfreich gehalten. Besonders an der Rollstuhlwippe haben wir einen diesbezüglichen Hinweis vermisst.

Wer viel läuft, muss sich auch ausruhen….

Auf insgesamt gut begeh- und befahrbaren Wegen ging es dem Ende unseres Besuchs entgegen. Die Fußgänger unter uns hätten sich ein paar mehr Bänke gewünscht.

Doch es wurde nicht nur geprüft, sondern wir bekamen sogar auch ein paar Tiere zu sehen und Sabine erzählte uns etwas über den Park. So begegneten wir einem Pfau, Rehen, Wisents und als Highlight: 2 herumtollenden Ottern.

Abschließend stellten wir uns nochmal zusammen und ließen den Abend bei ein paar Keksen ausklingen.

Menschen in Hanau steht als Gruppe zusammen.

Das Checker-Team steht zusammen für ein Abschlussfoto