post-title Bürgerservice Innenstadt – Test auf Barrierefreiheit – Teil 2

Bürgerservice Innenstadt – Test auf Barrierefreiheit – Teil 2

Bürgerservice Innenstadt – Test auf Barrierefreiheit – Teil 2

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Am 05.08.2021 haben Marianne, Boris und ich uns mit Herrn Würz und Frau Viermann, beide Bürgerservice Innenstadt Hanau vor Ort im City Center getroffen, um erneut eine Begehung der Örtlichkeiten zu machen. Freundlicherweise haben wir eine Genehmigung zum Fotografieren erhalten.

An der Situation des Vorplatzes und des Entrées hat sich seit unserem Bericht im April nichts geändert. Die Umgestaltung des Eingangsbereiches und des Vorplatzes liegt in der Verantwortung des Managements des City Centers.

Das ist uns aufgefallen im CityCenter:

  • Es sind keine Aufmerksamkeitsfelder oder taktile Streifen für Sehbehinderte angebracht.
  • Es gibt über der Rolltreppe ein Hinweisschild auf den Stadtladen / Bürgerservice. Dieses ist jedoch so hoch und ungünstig angebracht, für eine Einrichtung im Erdgeschoß, dass es nicht ins Auge fällt.Anmerkung: die komplette CityCenter Beschilderung soll demnächst ausgetauscht und einheitlich gestaltet werden. Hier ist es sinnvoll, unsere Experten von Menschen in Hanau auf die NoGos (was geht gar nicht) aufmerksam machen, bevor die Schilder in Planung oder gar Produktion gehen.

Als sehbehinderter Mensch fand Boris es schwierig, den Weg zum Stadtladen zu finden, da auf Grund der fehlenden taktilen Streifen keine Führung / Leitung vorhanden ist.

Zusätzlich standen große Vasen im Weg an der Wand entlang und sorgten für eine weitere Behinderung.

Das ist uns aufgefallen im Bürgerservice Innenstadt / Stadtladen:

Direkt vor den Bürgerservice gibt es Schließfächer zur Abholung von Dokumenten außerhalb der Öffnungszeiten. Diese sind gut erreichbar (zu Fuß und vom Rolli aus).

Der Empfang des Bürger-Servicebüros hat eine an der Seite abgesenkte Theke, so dass auch Rollstuhlfahrer auf Augenhöhe bedient werden können. (Allerdings: Zurzeit ist dieser Bereich Corona bedingt nicht zugänglich, da er sich hinter der „Corona Absperrung“ befindet)

Der Wartebereich ist mit Wand-Bildschirmen versehen, auf denen die Bearbeitungsnummern aufgerufen werden. Für Menschen mit einer Sehbehinderung oder anderen Einschränkungen bietet man den Service der persönlichen Betreuung an. Das heißt die Menschen werden dann persönlich informiert, wenn sie an der Reihe sind und zum entsprechenden Sachbearbeiter geleitet.

Im weiteren Verlauf ist uns, wie bereits an der Eingangstüre aufgefallen, dass die großen Glastüren nicht kenntlich gemacht sind. Sie bergen eine Gefahr für Sehbehinderte. Nach Diskussion soll eine einfache Beklebung hier möglichst zeitnah Abhilfe schaffen.

Es wird also einen 3. Teil zur Begehung des Bürgerservice geben.

Der „Arbeitsraum“ im Bürgerbüro ist sehr hell und freundlich gestaltet. Die Kennzeichnung der einzelnen Plätze ist gut lesbar.

Sollte ein Passbild für Pass-Angelegenheiten benötigt werden, gibt es spezielle Foto-Apparate, die höhenverstellbar sind und entweder selbst oder durch das Personal bedient werden.

Eine Bezahlung mit Bargeld ist am Platz oder mit Karte am Automaten, möglich.

Die Abhol-Theke hat einen abgesenkten Teil, an dem mobilitäts-eingeschränkte Menschen bedient werden.

Generell kann man bei der Online-Buchung sowie bei der telefonischen Termin-Vereinbarung immer angeben, ob und in welcher Form man Hilfe benötigt.

Fazit:

Der Bürgerservice selbst ist, bis auf kleine Einschränkungen, weitestgehend barrierefrei.

Die Glastüren können mit einfachen Mitteln nachgerüstet werden.

Eine Hörschleife für Menschen mit Hörproblemen gibt es nicht.

Wir von Menschen in Hanau werden auch Kontakt zum Management des CityCenters aufnehmen, und hoffen, dass bei zukünftiger Planung und Umgestaltung des CityCenters Barrierefreiheit zu 100% berücksichtigt wird und es keine Gründe mehr gibt, dies nicht zu tun.

Ärzte-Haus im CityCenter

Im Anschluss an unseren Besuch haben wir den Eingangsbereich des Ärztehauses besichtigt.

Da ich selbst noch nicht dort war, bin ich auch gleich daran vorbeigeschossen. Die Werbung des FitnessCenters im ersten Stock ist so groß, dass die kleinen Schilder der Ärzte nicht ins Auge fallen.

Kirsten und Boris im Eingengsbereich zum Ärztezentrum - die schwere Tür bekommt Kirsten nur mit Mühe alleine auf.

Eingangsbereich zum Ärztezentrum

Die Eingangstür ist so schwer, dass sie vom Rollstuhl aus ohne Hilfe nicht zu öffnen ist.

Das Gleiche gilt für die Zwischentür zum Treppenhaus.

Die Aufzüge sind ausreichend für Rollstuhlfahrer, die Drücker in guter Höhe angebracht. Einer von 2 Fahrstühlen war während unseres Besuchs nicht nutzbar.

Außerhalb und innerhalb des Hauses gibt es keine taktilen Streifen oder andere Orientierungshilfen für Sehbehinderte.

Hier besteht großer Nachbesserungsbedarf, dies sind weitere Punkte für den Austausch mit dem Management des CityCenters.

Wir bleiben dran und kommen wieder.

Protokolliert von Kirsten Renner

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