Perspektivenwechsel – ein Nachmittag im Rollstuhl

Letzten Montag haben wir mit dem Projekt „Perspektivenwechsel“ die Möglichkeit geboten zu erfahren, wie es ist, im Rollstuhl zu sitzen.

Unter der Aufsicht von Rita Thierolf durften sich alle mit dem neuen Wegbegleiter vertraut machen, bevor sie in kleinen Gruppen in die Straßen von Hanau geschickt wurden.
Dabei wurden den Teilnehmern vermeindlich einfache Aufgaben wie Bummeln, Busfahren, Am Bahnhof auf das Gleis kommen, einkaufen oder die Toilette aufzusuchen gestellt.
Nicht alle Aufgaben klappten reibungslos und so konnten unsere Teilnehmer ein Bewusstsein dafür entwicklen, wie es ist tatsächlich im Rollstuhl zu sitzen und diesen Aufgaben jeden Tag gegenüber zu stehen.

Meinungen und Bilder zu dem Projekt findet ihr schon bald auf unserer brandneuen Website!

Hier vorab schon mal ein kleiner Vorgeschmack.

 

 

 

 

Nachtreffen zur Aktion

Nachdem wir am 11. September eine tolle Veranstaltung erlebt hatten, wollten wir unbedingt die Erlebnisse aufbereiten.

Es kamen fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und jeder war immer noch begeistert.
Elke Reinstorf wurde erst im Rollstuhl bewusst, wieviel Gefälle viele Bürgersteige, besonders in den weiter außen liegenden Stadtteilen haben. Für Rainer Habermann wurde der Freiheitsplatz sogar zur Berg- und Talfahrt, als er im Rollstuhl saß und dort ein völlig anderes Gefühl für Steigungen und Gefälle entwickelte.
Wie der Auszubildende Cihan Deger hatte auch der Seniorenbeirat Karl-Heinz Voit wechselnde Erfahrungen mit den Reaktionen der Mitmenschen. Gleich, ob es ums Mitfahren im Bus ging oder die Schwingtüren im Kaufhof – oft waren Menschen hilfsbereit, andere aber auch einfach nur stur. Das verstärkt sich, wie Cihan bemerkte, wenn man alles nur „aus der Po-Ebene“ sieht und sich dadurch das Gefühl der Unterlegenheit einstellt.
Das konnte Rita Thierolf nur bestätigen. In ihrem früheren Arbeitsleben fühlte sie sich bei Treffen mit Geschäftspartnern oft minderwertiger, solange sich das Geschehen im Stehen abspielte. Erst am Verhandlungstisch war sie wieder ebenbürtig und sicher. Heute ist sie als Fachfrau in einem Sanitätshaus tätig und berät Menschen, die neu in die Situation kommen Hilfsmittel für den Alltag zu benötigen.
Die Seniorenbeirätin Hiltburg Wussow begegnete in einem Geschäft regelhaft Ablehnung, was sie besonders empörte. „Wo ist den der Anstand und die Menschlichkeit geblieben?“. Für solche Reaktionen hat sie kein Verständnis.
Nachdem die Auszubildende Zeliha Ayan von ihren Schwierigkeiten mit dem Pflaster rund um das Goldschmiedehaus berichtete, Yara Wolf von einem Fast-Zusammenstoß mit einem Auto und Karin Clemens von „Menschen in Hanau“ von der schwergängigen Tür zur Behindertentoilette im Forum erzählte, waren sich alle einig, dass ein weiterer Schritt passieren muss!

„Menschen in Hanau“ wird mit dem Seniorenbeirat und den Behindertenbeauftragten eine Veranstaltung organisieren, an der Politiker und Verantwortliche für die Stadtplanung und Bauausführung sich in die Rollstühle setzen. Dort sollen sie unter Anleitung von Rita Thierolf in Kooperation mit „Menschen in Hanau“ zu den Schwachpunkten der Stadtplanung geführt werden um selbst das Gefühl zu erleben, an Barrieren zu stoßen.

Zahlreiche Veranstaltungen im September – das solltet ihr nicht verpassen

Auch wenn der Sommer uns so langsam verlässt, bleiben wir von Menschen in Hanau aktiv und haben für euch wieder tolle Veranstaltungen im Angebot.
Hier ein kurz, was ihr auf jeden Fall nicht verpassen solltet:

Perspektivwechsel: Ein Nachmittag im Rollstuhl

Montag, 11.09.2017, 15 bis ca. 17.30 Uhr

Begleitet von: Rita Thierolf

 

In eine andere Welt eintauchen: Workshop im Rahmen des 12. Hanauer Freiwilligentags

Samstag, 16. September 13 bis 16.30 Uhr

Moderation: Mireia Mora und Sylvie Janka

 

Lieblingsorte – Fotografischer Spaziergang durch Hanau

21. und 25. September, 17 bis 20 Uhr; 24. September, 10 bis 14 Uhr

mit Luzia Feiner und Karin Clemens

 

Fotoaustellung: „Wir sind Hanau!“ im Rahmen der Interkulturellen Woche in Hanau

20.-27. September 2017 in der Sparkasse Hanau

Vernissage: Mittwoch, 20.09.2017, 18.30 Uhr

Zusammengestellt von: Gerda Methfessel

 

Wir freuen uns, wenn Ihr dabei seid.

Habt ihr weitere Ideen oder Veranstaltungshinweise rund ums Thema Inklusion, freiwilliges Engagement und Barrierefreiheit, so schreibt uns bitte gerne eine E-Mail.

Keglerinnen gesucht – im Nachbarschaftshaus Lamboy–Tümpelgarten

Im Rahmen der Reihe „Gesundheit, Kultur und Miteinander“ bietet das Seniorenbüro der Stadt Hanau regelmäßig Kegel-Treffs an.

Für den Dienstags-Kurs werden noch Keglerinnen gesucht. „Keglerinnen gesucht – im Nachbarschaftshaus Lamboy–Tümpelgarten“ weiterlesen

„Eine besondere Herausforderung“ – Brüder Grimm Festspiele auch für Gehörlose

Es ist die 11. Aufführung des Stückes in dieser Saison und dennoch ist es eine Premiere für die Brüder Grimm Festspiele: Am Sonntag, 16. Juli, werden erstmals zwei Gebärdendolmetscherinnen das bekannte Märchen vom „Teufel mit den drei goldenen Haaren“ für Gehörlose übersetzen. „„Eine besondere Herausforderung“ – Brüder Grimm Festspiele auch für Gehörlose“ weiterlesen

24-Stunden-Lauf 2017 – Rückblick / Adrien Schüßler

454 Läufer nahmen am sechsten 24h-Lauf Hanau vom 24. auf den 25. Juni 2017 teil. Es wurden 18.620 Runden gelaufen und insgesamt wurden 16.270,60 € an Spenden gesammelt.

Eine gelungene Veranstaltung, mit einer hohen Spendensumme für den guten Zweck. „24-Stunden-Lauf 2017 – Rückblick / Adrien Schüßler“ weiterlesen

Girl’s Day and Boy’s Day –
in leichter Sprache

Warum gibt es den Girl’s Day? – Mädchen-Zukunftstag am 27.04.2017

Mädchen wollen oft Kauf-Frau oder Friseurin werden.
Kauf-Frauen arbeiten in Geschäften und verkaufen Dinge.
Zum Beispiel Kleidung oder Lebensmittel.
Friseurinnen schneiden und färben Haare.

Aber es gibt noch viel mehr Berufe.
Berufe, die Mädchen vielleicht auch gut können.
Aber an die sie noch nicht gedacht haben.

Zum Beispiel Berufe, in denen oft Männer arbeiten.
Wie Informatikerin oder Tischlerin.
Informatikerinnen arbeiten daran, wie Computer funktionieren.
Tischlerinnen bauen Möbel wie Regale oder Tische.

Am Girls’Day können Mädchen diese Berufe kennen-lernen.

„Girl’s Day and Boy’s Day –
in leichter Sprache“
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Über unseren Stammtisch
von Kirsten Renner

Stammtisch, da denke ich im ersten Moment an verrauchte Kneipen, politisierende Menschen mit Biergläsern, alles irgendwie leicht nostalgisch und angestaubt. Welche Gedanken gehen Ihnen da durch den Kopf? Alte Herren, die freitags beim Bier Skat spielen? Menschen in einer Kneipe, an einem Tisch, hier steht eine Schild „Hier hocke die, die immer da hocke“?

Nein, es geht auch anders! „Über unseren Stammtisch
von Kirsten Renner“
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„Wir sind Hanau“! – Fotoaktion 6.11.2016

Im Rahmen der Kunstausstellung „Alles unter einen Hut“ haben wir eine Fotoaktion „Wir sind Hanau“! durchgeführt. Viele Menschen haben sich fotografieren lassen und der Vielfalt in Hanau ein Gesicht gegeben.

Es ist geplant, eine eine Ausstellung daraus zu entfalten … „„Wir sind Hanau“! – Fotoaktion 6.11.2016“ weiterlesen

Menschenkette der Vielfalt

Unser Ziel war es eine Menschenkette der Vielfalt vom Marktplatz, Hanauüber das FORUM HANAU bis zum Kulturforum Hanau zu bilden…
Trotz schlechtem Wetter und Dauerregen haben sich mehr als genügend Menschen zusammengefunden um gemeinsam ein starkes Zeichen zu setzen. Die Distanz von ca. 350 Metern haben wir gemeinsam locker überbrückt.
Wir sind überwältigt und möchten uns herzlich dafür bedanken!

Inklusionstag

Am 19. April 2016 wurde bei der Auftaktveranstaltung im Kinopolis Hanauder Name der Website veröffenlicht.
Das Modellprojekt Inklusion „Menschen in Hanau“ ist ein Projekt der Stadt Hanau.
Hanau lebt von der Vielfalt seiner Bürgerinnen und Bürger. Dabei spielt es keine Rolle was jemand ist, woher er kommt oder ob er behindert ist. Mit dieser barrierefreien Webseite sollen in Zukunft die Gedanken der Vielfalt einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden.